Anlass für die von der Sparkasse Westerwald-Sieg und der Holzbau Kappler GmbH & Co KG unterstützten Rundfahrt war das traditionelle Pfingsttreffen der Partnerstädte Nassau und Pontchateau, diesmal in der bretonischen Stadt.
Dabei wollten die Hiobsbotschaften nicht abreißen: Stürze und krankheitsbedingte Absagen schon vor dem Tourstart, zwei Begleitbusse fielen mit Motorschaden aus und dazu musste auch noch ein beschädigter Anhänger repariert werden. Das alles bei fast durchgehend üblem Regenwetter mit viel Kälte und Wind. Belastend auch ein Magen-Darm-Virus, das alle Etappen erschwerte. Da war es fast schon ein kleines Wunder, dass die „4 Muskeltiere“ der Equipe, die bereits in 7 Etappen über 1.140 km bis nach Pontchateau geradelt waren, gesund in der Bretagne ankamen.
Trotz bescheidenem Wetter waren auf den 8 Etappen viele touristische Höhepunkte zu sehen wie die Kirche des Heiligen Grals und die Reinkarnation der Ritter der Tafelrunde in Neantsur-Yvel. Besonders eindrucksvoll die 1184 gegründete Abtei von Bon Repos und in Terenez die erste gekrümmte Schrägseilbrücke Frankreichs. Der Hanfanbau brachte Wohlstand nach Locranan, die Sardinenfischerei in die Bucht von Douarnenez. Weitere Höhepunkte waren die Pointe de Raz, die Liebfrauenkirche von Kernascleden sowie der Kanal von Nantes. Besucht wurden auch die Orte Audierne, Quimper, Pontivy und Josselin mit dem gleichnamigen Schloss. Klar, bei etwas angenehmerem Wetter hätten sich die Radsportfreunde mehr Zeit für die einzelnen Sehenswürdigkeiten genommen.
EnergieWendeTour 2024
Wie weit ist die notwendige Energiewende im Norden von Rheinland-Pfalz vorangekommen? Das heimische Radsportteam Equipe EuroDeK wollte mehr wissen und unternahm eine zweitägige „Energiewendetour“ (EWT) in Westerwald, Hunsrück und Taunus
EnergieWendeTour 2024
Am Wasserkraftwerk an der Schleuse in Nassau wartete Dominik Kauss, Leiter Erneuerbare Energie der Süwag als Betreiber, auf die Radler: „Wir produzieren hier mit dem Wasser der Lahn genug Strom für 16.000 Haushalte“. Das Kraftwerk wurde 2018 mit einer Leistung von 1400 Kilowatt modernisiert. Wie das technisch möglich ist, erläuterte Kauss im Keller der Anlage an zwei mächtigen Turbinen .
(Auszug WZ vom17.10.26)
Durch das Wispertal bis Kemel im Taunus ging es zu Naturenergie Heidenrod, wo Geschäftsführer Harald Gschweng die durchnässten Radler erwartete. „Unser Leuchtturmprojekt trägt zum Imagegewinn für die Region bei und hilft, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft zu binden“, so Gschweng. Sie setzten auf Bioressourcen wie Wind, Sonne und Biomasse, um von fossilen Brennstoffen unabhängig zu werden und rund um die Uhr Naturstrom herstellen zu können.
Er wies darauf hin, dass die Fischpopulation in der Lahn geschützt werden müsse und der Bund in diesen Schutz bald mit der Süwag investieren wolle.